Weltengeist Rezension: Hearts and Minds (Mindjammer Fate)

Mit Erlaubnis vom Tanelorn-User Weltengeist, stelle ich hier nach und nach seine Abenteuer-Rezensionen vor. Für Feedback zu seinen Rezis folgt dem Link zum Tanelorn-Forum.

Hearts and Minds

Autor: Sarah Newton
System: Mindjammer (Fate)
Erschienen: 2015
Umfang: normal (10-20 Stunden Spielzeit)

Warum habe ich das AB gelesen?

Ich bin noch immer auf der Suche nach einem Sci-Fi-System, das mich anspricht. Mindjammer war ein Kandidat, aber ich habe noch immer nicht so richtig verstanden, wie man ein Fate-Abenteuer eigentlich vorbereitet. Also war ich besonders gespannt auf „Hearts and Minds“ – nicht nur das erste offizielle Abenteuer, das für Mindjammer erschienen ist, sondern auch das erste größere Fate-Abenteuer, das ich überhaupt in der Hand hatte.

Plot

Die Commonality versucht überall, wiederentdeckte Welten in den Weltenbund zu integrieren. Nicht alle sind von dieser Art von „friendly invasion“ begeistert. Das Abenteuer spielt dieses Szenario am Beispiel einer konkreten Welt durch und konzentriert sich auf einen Zeitpunkt, an dem die Ereignisse beginnen, sich zu überschlagen. Eine Widerstandsgruppe versucht, den Rückzug der Commonality zu erzwingen, und die SC stecken auf einmal mittendrin.

Eindruck

Der Band fällt grob in zwei Teile. Die erste Hälfte beschreibt die Welt Olkennedy und enthält dabei sehr viele Informationen, die man für das aktuelle Abenteuer gar nicht benötigt. Andererseits wird so ein sehr gutes Bild einer Welt gezeichnet, die viel plausibler ist als das, was man sonst in Romanen oder Rollenspielen des Genres vorfindet.

Das Abenteuer selbst beginnt ziemlich zahm. Am Anfang gibt es viele Begegnungen, in denen die SC sich an das Setting gewöhnen und wichtige NSC kennenlernen sollen. Dabei haben die Begegnungen durchaus Einfluss auf die kommenden Ereignisse. Das hat zur Folge, dass die unter Fate-Spielern beliebte Taktik, sich anfangs viele Nachteile einzuhandeln, um später viele Fate-Punkte zu haben, hier so richtig schief gehen kann. Denn wer die ersten Szenen versaut, landet schnell dermaßen tief in der Sch***e, dass er später, wenn es hart auf hart kommt, kaum noch eine Chance hat. Fate-Punkte hin oder her.

Nach dem ersten Drittel gewinnt das Abenteuer an Fahrt, und es geht dermaßen rund, dass so mancher Shadowrun-Spieler seine wahre Freude hätte. Störend fand ich nur, dass das dritte Drittel eigentliche eine Wiederholung des zweiten Drittels mit anderer Umgebung ist (in beiden Fällen geht es darum, eine Geiselsituation zu lösen). Ach ja, und mir ist in Anbetracht dessen, was im letzten Drittel auf dem Spiel steht, auch wirklich nicht klar, wieso ausgerechnet die SC dieses Problem lösen sollen. Spannend und dramatisch ist das Ganze aber zweifellos.

Neugierig war ich auch auf die Umsetzung als Fate-Abenteuer, die ich ziemlich gelungen fand. So muss man das vermutlich machen: Sarah Newton beschreibt viele Schauplätze, Gegenspieler, Situationen und Aspekte. Weil man ja nie weiß, welchen Weg die SC einschlagen, geht da auch einiges an Platz drauf für Szenen, die die Gruppe letztlich nie erleben wird (man weiß halt nur im Vorfeld nicht, welche). Das soll aber keine Kritik sein – vermutlich kann man das Problem bei einem halbwegs offen gehaltenen Abenteuer einfach nicht vermeiden.

Leider ist mir beim Lesen des Abenteuers noch einmal klar geworden, dass Fate wohl nie mein Ding werden wird. Das ganze Jonglieren mit Aspekten und das permanente Abgleiten ins Metagaming ist einfach nicht meins (verschiedene Fate-Spieltests haben ein ähnliches Bild ergeben). So hat denn ein Abenteuer, das ich durchaus als sehr gelungen bezeichnen würde, gleichzeitig dazu geführt, dass ich meine verbleibenden Fate-Sachen zum Verkauf gestellt habe…

Zu Weltengeists Rezension im Tanelorn-Forum

Bewertungs-Update Splittermond-Forum vom 14.09.2018

Ich habe die Daten der Splittermond-Bewertungen aktualisiert.

Im Zeitraum vom 08.06 – 14.09 sind 43 Stimmen bei den Abenteuer-Bewertungen, 32 Stimmen bei den Spielhilfe-Bewertungen und 24 Stimmen bei den Roman-Bewertungen hinzu gekommen.

Welche Abenteuer und Spielhilfen neue Stimmen bekommen haben, findet ihr unter Statistiken & Diagramme oder direkt unter:

Stimmabgabe Splittermond 24.-37. KW 2018

Bewertet die euch bekannten Abenteuer, Spielhilfen und Romane im Splittermond-Forum.

Bewertungs-Update Tanelorn-Forum vom 11.09.2018

Ich habe die Daten der Tanelorn-Bewertungen aktualisiert.

Im Zeitraum vom 31.05 – 11.09 sind 55 Stimmen bei den Abenteuer-Bewertungen und 191 Stimmen bei den Spielhilfe-Bewertungen hinzu gekommen.

Welche Abenteuer und Spielhilfen neue Stimmen bekommen haben, findet ihr unter Statistiken & Diagramme oder direkt unter:

Stimmabgabe Abenteuer/Spielhilfen 23.-37. KW 2018

Neue Bewertungs-Umfragen könnt ihr euch in diesem Tanelorn-Thread wünschen.

Neuer Index für Engor Dereblicks DSA-Rezensionen

Wieder möchte ich euch ein Projekt vorstellen, dass Rollenspiele im Netz bewertet und rezensiert.

Engors Dereblick ist ein Rezensions-Blog zu DSA-Produkten.

Ich möchte dieses Blog dazu nutzen, hier regelmäßig meinen eigenen Senf zu den Geschehnissen in Aventurien und Uthuria abzugeben, natürlich genauso auch zu den irdischen Hintergründen. Vor allem möchte ich einen Blick auf neue Publikationen werfen und meine Meinung dazu äußern.

Auf dieser Seite findet ihr einen Index aller bisher von Engors Dereblick bewerteten DSA-Produkten inklusive Punkte-Bewertung (6 = sehr gut / 1 = schlecht). Der Index ist über das Suchfeld sortier- und filterbar und wird von mir bei neuen Rezensionen regelmäßig aktualisiert.

Weitere Bewertungs-Projekte und Rollenspiel-Blogs im Netz stelle ich hier vor.

Weltengeist Rezension: The Strangling Sea (13th Age)

Mit Erlaubnis vom Tanelorn-User Weltengeist, stelle ich hier nach und nach seine Abenteuer-Rezensionen vor. Für Feedback zu seinen Rezis folgt dem Link zum Tanelorn-Forum.

The Strangling Sea

Autor: Robin D. Laws
System: 13th Age
Erschienen: 2015
Umfang: normal (10-20 Stunden Spielzeit)

Warum habe ich das AB gelesen?

Ein genialer Erfinder verschwindet spurlos in einer magischen Sargassosee, die kein Schiff, das sie je gepackt hat, wieder freilässt? Gestrandete Seeleute haben dort alle Hoffnung auf Rückkehr aufgegeben und leben seit Jahren inmitten von Wracks und Algen? Das hat bei mir doch einiges an Kopfkino freigesetzt, und ein berühmter Autor hat ein übriges dazu getan, um mich neugierig zu machen. So eine Sargassosee lässt sich doch sicherlich auch auf andere Welten verpflanzen?

Plot

Die Gruppe erhält den Auftrag, den genialen Erfinder Inigo Sharpe zurückzuholen, der scheinbar zu den Gefangenen der „Stranglesea“ (s.o.) gehört. Dabei muss zunächst einmal herausgefunden werden, wo sich dieses Algenteppich gerade aufhält, und dann muss man reihum mit den Bewohnern der Sargassosee „interagieren“ (wahrscheinlich: kloppen) um herauszufinden, wo sich Sharpe aufhält. Und am Ende muss man ihn gegen den Willen bestimmter gegnerischer Gruppen heil nach Hause bringen.

Eindruck

Mit einem Wort: Ich bin enttäuscht. Von dem, was ich mir von dem Abenteuer erhofft habe, habe ich wenig vorgefunden. Weder wird die Figur des Erfinders richtig ausgereizt, noch das Konzept der Stranglesea. Naiv wie ich bin, hatte ich mir hier eine interessante Gesellschaft vorgestellt, die sich in ihrem lebenden, schwimmenden Gefängnis irgendwie eingerichtet hat und in der Inigo Sharpe irgendeine Rolle spielt. Nichts davon ist der Fall. Die Stranglesea ist am Ende nur ein Teppich, Inigo tut gar nichts, und die Bewohner sind einfach drei Fraktionen paranoider Irrer (Zwerge, Goblins, Seeleute), die sich gegenseitig befehden. Und die wahrscheinlichste Lösung des Abenteuers besteht darin, dass die SC allen drei Fraktionen so lange auf die Fresse hauen, bis sie Sharpe rausrücken.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich mich frage, warum ich eigentlich immer wieder Abenteuer aus dem D20-Umfeld kaufe (ja, ich weiß, jetzt gibt’s gleich Dutzende Protestpostings, aber trotzdem). Immer wieder bin ich von Klappentexten begeistert, die nach tollen Ideen klingen, um dann festzustellen, dass es sich doch wieder nur um eine Ausrede für möglichst viele Keilereien handelt. Nicht falsch verstehen – ich finde es völlig okay, wenn jemand gerne Kämpfe spielt, nur ist das halt nicht mein Spielstil. Für mich bleibt „The Strangling Sea“ daher einfach ein verschenktes Konzept – aus der Grundidee hätte man meiner Meinung nach viel mehr machen können.

P.S.: Und während ich das Cover ziemlich schick finde, sind die Innengraphiken überhaupt nicht meins. Ich weiß nicht, wann dieser Trend aufgekommen ist, 3D-Rendering-Programme für Rollenspielillustrationen zu benutzen. Das Ergebnis sieht fast immer schlecht aus. Hier ist es teilweise richtig übel, bis hin zu bösen perspektivischen Fehlern (Zwergenschiff) oder einfach Copy-Paste der selben Graphikelemente (Lager der Goblins). Schade.

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Weltengeist Rezension: Feuer und Flamme (Splittermond)

Mit Erlaubnis vom Tanelorn-User Weltengeist, stelle ich hier nach und nach seine Abenteuer-Rezensionen vor. Für Feedback zu seinen Rezis folgt dem Link zum Tanelorn-Forum.

Feuer und Flamme

Autor: Tilman Hakenberg
System: Splittermond
Erschienen: 2015 (in Mephisto #59)
Umfang: kurz (4-6 Stunden Spielzeit)

Warum habe ich das AB gelesen?

Weil ich alle Splittermond-Abenteuer lese 🙂 . Und wenn das nicht gereicht hätte: Weil es in Farukan (pseudo-arabisch) spielt und meine Tischgruppe demnächst in Richtung Farukan aufbricht. Wenn das kein Grund ist.

Plot

Die Gruppe soll eine junge Liebe retten, und das auf der Hochzeit, wo die Braut auf Weisung des Vaters „den Falschen“ heiraten soll. Dabei gilt es, Beweise zu sammeln dafür, dass der Bräutigam Dreck am Stecken hat, was mitten in einer Hochzeitsfeier natürlich besondere Anforderungen an ein unauffälliges Vorgehen stellt. Ach ja, die eine oder andere Überraschung fördert die Gruppe dabei auch noch zutage, und am Ende geht’s dann richtig rund…

Eindruck

Das Abenteuer hat mir sehr gut gefallen. Es verströmt tatsächlich viel farukanisches Flair und ist überdies eine hübsche, kleine Sandbox. Es gibt einen Zeitplan für die Hochzeit, einen Gebäudeplan für das Festhaus, eine Reihe von NSCs – und das war’s. Einige mögliche Lösungswege werden skizziert, aber Schienen sind nirgends zu erkennen. Die Gruppe kann also frei agieren und – besonderer Bonus – das Abenteuer bei besonders geschicktem Vorgehen ohne einen einzigen Kampf lösen. Wer sich lieber rumkloppt, kommt aber (zumindest im Finale) auch auf seine Kosten.

Gut gefallen haben mir auch einige Kleinigkeiten am Rande. So ist hier (gefühlt zum ersten Mal in Splittermond) das Gebäude halbwegs adäquat gegen magisch begabte Einbrecher gesichert (mit denen bei Splittermond ja eigentlich zu rechnen ist). Und die Illustrationen (von Sarah Wisbar) sind große Klasse!

Zu Weltengeists Rezension im Tanelorn-Forum

Neue Bewertungs-Umfragen im Juli/August 2018

Nachfolgend findet ihr die im Juli/August 2018 erstellten Bewertungs-Umfragen aus unseren Partner-Foren:

Bewertet die euch bekannten Systeme und Abenteuer und verbessert damit die Basis der Auswertungen. Wir freuen uns natürlich auch über Bewertungs-Kommentare und Rezensionen in unseren Foren.

Tanelorn-Forum:

 

Realms of Terrinoth (FFG)

Protektor – Regelwerk

 

Splittermond-Forum:

 

Blutschwur

Ruinen und Paläste

 

DSA-Forum:

 

Aventurisches Kompendium II

Die Kunst des Schwarzen Auges

Yasminas Rahjasutra

Lustschlösser und Zauberwesen

Kurtisanen und Bordelle

Fest der Sinnlichkeit (Sinnestaumel & Begierde)

Der Apfelwurm von Alriksfurt

Auf der Jagd nach dem Schwertkönig (Sinnestaumel & Begierde)

Feuer der Leidenschaft (Intrigenspiel & Leidenschaft)

Zeilen, die den Tod bedeuten (Intrigenspiel & Leidenschaft)

Das Bordell der geheimen Lüste (Sinnestaumel & Begierde)

Fesseln der Lust

Mondsilberne Nächte

Bewertungs-Update DSA-Forum vom 03.08.2018

Ich habe die Daten der DSA-Bewertungen aktualisiert.

Im Zeitraum vom 15.06 – 03.08 sind 102 Stimmen bei den Abenteuer-Bewertungen, 82 Stimmen bei den Spielhilfe-Bewertungen und 41 bei den Roman-Bewertungen hinzu gekommen.

Welche Abenteuer und Spielhilfen neue Stimmen bekommen haben, findet ihr unter Statistiken & Diagramme oder direkt unter:

Stimmabgabe Abenteuer/Spielhilfen/Romane 25.-31. KW 2018

Neue Spezial-Auswertungen könnt ihr euch in diesem DSA-Forums-Thread wünschen.

Neuer Index für Weltenraum-Rezensionen

Wieder möchte ich euch ein Projekt vorstellen, dass Rollenspiele im Netz bewertet und rezensiert.

Weltenraum ist ein österreichisches Online-Magazin für Spiele, Film und Lesestoff. Dort sind auch zahlreiche Rezensionen von Rollenspiel-Büchern zu finden.

Das Spannungsfeld der multimedialen Aufarbeitung von Geschichten ist dasjenige, in dem sich unser Online-Magazin Weltenraum bewegt. Unser Schwerpunkt sollen der stete Wechsel sein, die innewohnende Dynamik und die endlosen Möglichkeiten, spannende Geschichten aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und fortzusetzen.

Auf dieser Seite findet ihr einen Index aller bisher von den Weltenraum bewerteten Rollenspiel-Produkte inklusive Prozent-Wertung. Der Index ist über das Suchfeld sortier- und filterbar und wird von mir bei neuen Rezensionen regelmäßig aktualisiert.

Weitere Bewertungs-Projekte und Rollenspiel-Blogs im Netz stelle ich hier vor.

Neue DSA-Statistiken & Diagramme

Der Tanelorn-User Horadan hat sich die Mühe gemacht aus unseren DSA-Bewertungen weitere Statistiken anzufertigen, die ich hiermit mit euch teilen möchte. Vielen Dank an Horadan, der nachfolgend noch ein paar Erklärungen zu seinen Grafiken liefert.

Nachfolgend meine Überlegungen zu „Welche Edition hat die besten Abenteuer?“

Diese Frage kann verschiedene Antworten haben, je nach Intention. Ein einfacher Ansatz ist einfach die Durchschnittsbildung aller abgegebenen Bewertungen. Aber das lässt durchaus einige Frageaspekte offen …

Deshalb habe ich mir Gedanken gemacht, wie man sich weiteren Antworten auf grafischem Wege nähern kann. Das Ergebnis ist auf den folgenden Grafiken zu sehen.

Dabei wurden inoffizielle Abenteuer und reine Szenarios nicht berücksichtigt, da es nur um die offizielle Edition gehen soll und Szenarios mangels Regelwerten eher editionsunabhängig sind.

Zuerst ist da natürlich der Durchschnitt (Mittelwert der Bewertungen):

Abenteuer-Bewertung nach DSA-Edition (Durchschnitt)

Als nächste ein Punktdiagramm, das auch zeigt wie sich die Bewertungen verteilen. Hier könnte man sehen, wenn in einer Edition nur Tops und Flops vorkämen und in einer anderen nur mittelmäßige. Im Mittel wären beide Editionen dann etwa gleich gut, aber die besseren und schlechteren Abenteuer hätte die erstere:

Abenteuer-Bewertung nach DSA-Edition (Punktdiagramm)

Und schließlich noch ein Blasendiagramm. Hier ist neben der Verteilung – die aber nicht mehr so gut zu sehen ist wie im Punktdiagramm – auch dargestellt wie viele Stimmen in die jeweilige Bewertung eingeflossen sind. Damit kann man erkennen, welche Bewertungen relativ fest und welche eher noch volatil sind. Bei den letzteren könnten wenige neue Stimmen ein ganz neues Bild ergeben und damit auch die Editionsbewertung ändern:

Abenteuer-Bewertung nach DSA-Edition (Blasendiagramm)

Seine Grafiken findet ihr nun auch in unserer Kategorie Statistiken & Diagramme

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